Sonntag, 30. Dezember 2012

Springerpresse hat den Wahlkampf eröffnet!

DIE WELT
titelt unter der Überschrift:

Was brachten zehn Jahre Dosenpfand? Hass in Flaschen!

Am 1. Januar vor zehn Jahren wurde das Dosenpfand eingeführt. Es war ein grandioser Misserfolg. Und zugleich die Geburtsstunde eines noch größeren Übels: Der PET-Flasche. Eine Abrechnung. Von Steffen Fründt

(…)

Dann fast Herr Fründt zusammen: Die Industrie ist glücklich mit PET, die Kunden sind froh keine Flaschen schleppen zu müssen und immerhin hätten Sie diese Option ja noch ( die “Cola” schmeckt besser aus Flaschen haben immerhin sieben Verbraucher festgestellt), aber die Dose ist uns genommen worden, mit ihrem spritzigen öffnenden Geräusch (kein Wort darüber, was alleine die Herstellung für ein ökologischer Skandal ist). Und dieser Skandal hat einzig und alleine Jürgen Trittin zu verantworten.

Natürlich kein Wort darüber, daß das Inkrafttreten des Gesetzes alleine die Industrie zu verantworten hatte, die mit einer Eigeninitiative das ganze hätte verhindern können.

Tatsache ist (siehe Wikipedia):


Grundlage für die Einführung des Pfandes auf Einweg-Getränkeverpackungen ist die Verpackungsverordnung, die 1991 von der Bundesregierung unter dem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Klaus Töpfer (CDU) beschlossen wurde.








Die Verordnung wurde 1998 von der damaligen Bundesregierung (Kabinett Kohl V) - Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 

war damals Angela Merkel(CDU) - bestätigt und novelliert.

Nachdem bundesweit der Mehrweganteil von Getränkeverpackungen seit 1997 unter 72 % gesunken war, führte Jürgen Trittin (Grüne) - Umweltminister von 1998 bis 2005 - das Einwegpfand zum 1. Januar 2003 ein.




Tja, wenn es zum Wahlkampf geht, verlassen sie sich auf das mangelnde Langzeitgedächtnis der Wähler. Denen können sie ja jeden Unsinn erzählen. Schämen sich Fründt und Konsorten nicht? Als gelernter Journalist schäme ich mich für diese Abkommen der Reichpropagandisten.

Die Bilder stammen aus den Archiven der EU. Skandalös finde ich, daß wir mit Steuern ein riesiges Bildarchiv der Regierung unterhalten, aber für jedes Schwachsinnsbildchen unserer "Volks"-Vertreter dies auch noch bezahlen sollen.