Samstag, 14. November 2015

Fotobücher haben große Qualitätsunterschiede

c’t: Zehn Fotobuch-Anbieter im Test


Hannover, 13. November 2015 – Vergilbte Fotoalben und dröge Dia-Abende gehören der Vergangenheit an. Heute liegen Fotobücher im Trend und sind gerade jetzt vor Weihnachten eine beliebte Geschenkidee zum Selbermachen. Dafür muss man kein Layout-Profi sein. Man arrangiert die Bilder mit einer Software des Anbieters auf den Seiten, schickt alles per Internet los und bekommt das gedruckte Buch zugeschickt. Aber in Handhabung und Druckqualität unterscheiden sich die Anbieter deutlich, schreibt das Computermagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe 25/15.


Zehn Fotobuch-Angebote hat c’t-Redakteur André Kramer getestet. Vor allem bei den automatischen Layout-Programmen der Anbieter hat er dabei große Unterschiede festgestellt. Einige verteilen einfach nur die Bilder auf den Seiten. Andere versuchen, mit abwechslungsreicheren Platzierungen und Bildausschnitten zu spielen. „Cewe, Myphotobook und Ifolor zum Beispiel unterstützen gut bei der Einbandgestaltung“, sagt Kramer.

Alle Firmen bieten Bücher auf echtem Fotopapier an. Das ist zwar etwas teurer als der bekannte Digitaldruck, dafür haben die Bilder deckende Farben statt eines Druckrasters. Dank der Leporellobindung kommen beim Fotopapier darüber hinaus Panoramafotos auf Doppelseiten besser zur Geltung. „Bei der Bildqualität liegt FotoPremio vorne, was im starken Kontrast zur Software steht“, beurteilt Kramer: „Cewe liefert gute Qualität. Auch Ifolor, Lidl und Whitewall liefern natürliche Bilder.“ Bei Fuji hingegen wirkt alles eine Tendenz zu grün, Aldi und Fotokasten hellen Fotos recht stark auf, bei Myphotobook und PosterXXL wirken sie ein wenig zu dunkel.

Das Produktangebot reicht vom einfachen Foto-Tagebuch im DIN-A-6-Format bis zum großen Hochzeits-Buch in DIN A 3 mit Kunstleder- oder Leineneinband. Dabei kostet das A-4-Fotobuch mit 24 bis 26 Seiten in der einfachsten Ausführung 20 bis 35 Euro.

Die Lieferzeit berägt bei keinem Anbieter länger als eine Woche. Das kann sich aber vor den Feiertagen ändern, warnt Kramer: „Je näher das Weihnachtsgeschäft rückt, desto stressiger wird es in den Druckereien. Dementsprechend länger können auch die Lieferzeiten ausfallen.“